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PINupPopart & Birgit Liebelt

Eine kleine Geschichte einer Künstlerin und Diplom Grafik-Designerin aus München. Hohe kahle Wände und der Blick auf die Barbiepuppen-Sammlung lassen die Idee der PINupPOPart Malerei entstehen.

Nach wohlgeformten Blondinen entstehen immer neue Motive. Plakativ. Strahlend.
Leuchtende Farben. Männliche Gesichter. Augenzwinkernd. Lächelnd. Erwartungsvoll...
Weiter Arbeiten zeigen rote, gelbe und blaue Blumen. Die Grundfarben leuchten dem Betrachter direkt von der Leinwand entgegen. Danach folgen treffende Porträts und unverwechselbare Firmensignets.

Birgit Liebelt hat ihren unverkennbaren eigenen Stil gefunden.

Ein Blick in die amerikanische Geschichte, erklärt nach Barbie-, Comic- und POPart-Leidenschaft einen Teil über ihren Denk- und Schaffensansatz:

Um die Jahrhundertwende war die Zeit traditioneller Werte & strenger Sitten. Nur unter dem Deckmantel der Kunst, der zur Bildung dienen sollte, wurden spärlich bekleidete Jungfrauen abgedruckt. Nach dem ersten Weltkrieg hatten Soldaten auf dem Rückweg in das prüde Amerika sinnlich gestaltete französische Postkarten im Gepäck. Das Emanzipationsstreben der Jugend in den 20er Jahren und der Einzug von PINup´s in Groschenheften half diesem Genre bei seiner Verbreitung. Anfangs wurden besondere Titelseiten von zweit- und drittklassigen Magazinen von gerade einmal durchschnittlichen Illustratoren gestaltet.

Der größte US-Verlag (Brown & Bigelow) brachte bereits Anfang des Jahrhunderts Kalender mit Badenixen auf den Markt. Ab 1930 hingen praktisch allen Autowerkstätten diese gemalten sinnlichen Damen.

Dem Hochglanzmagazin Esquire gelang es Anfang der 30er Jahre mit doppelseitigen Abbildungen (Conterfolds) von der Weltwirtschaftskrise abzulenken. Daher auch der Name PINup´s, was soviel bedeutet wie „an die Wand heften“. Dann kam der 2. Weltkrieg und durch die GI´s entwickelte sich die PINup-Kunst zu einem bedeutenden Industriezweig. Kalender, Post- und Spielkarten, sowie Werbeplakate lockten mit Sex-Appeal, nicht aber mit Sex.

In den 60er Jahren wuchs die Freiheit in allen Bereichen. Durch den Gründer des Playboys Hugh Hefner, kam es zu unzähligen Prozessen, bei denen der Begriff „schlüpfrig und ohne gesellschaftlichen Wert“ neu definiert werden musste. Die Schranken fielen und diverse Pornomagazine drängten
auf den Markt. Nicht nur in Amerika.

Zu Beginn der 70er Jahre entdeckte die Fotografie das PINup-Genre. Diese bedeutete das ende der traditionellen, gamalten PINup-Kunst, die ihre Blütezeit zw. 1920 und 1970 feiern konnte.

PINup und POPart – die spannende Verbindung zwischen PINup-Posen und POPart-Kunst. Diese Kombinationsidee verdankt Birgit Liebelt eine kurze, zufällige Begegnung mit dem unvergesslichen
POPOart-Künstler Roy Lichtenstein.

Die Exponate von Birgit Liebelt können zwar nicht aus Magazinen getrennt werden, aber einen Platz
an Ihrer Wand haben sie verdient.

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